Montag, 9. Mai 2016

Wie räume ich die Wohnung auf?

Irgendwann im Leben passiert es vielleicht, dass man keine gewohnte Kontrolle mehr hat über das, was man zu tun hat und tun möchte. Die Umstände können sein, wo man keinen Einfluss drauf hat. Und hier könnten noch weitere Probleme entstehen. Aber ich denke, das Hauptproblem ist erst mal die eigene Umgebung. Was ja meist die eigene Wohnung ist. Um andere Dinge zu regeln und angehen zu können, sollte man erst mal die Wohnung in Ordnung bringen. Nur wenn man sich dort wohl fühlt, kann man auch dort die Dinge tun, die man tun sollte.

Aber wie beginnt man damit, die Wohnung in Ordnung zu bringen?



Ich sage jetzt einfach mal ein Beispiel, als wäre die Wohnung total unordentlich. Vielleicht sogar ein Fall für den "Trödeltrupp" im Fernsehen. Man hat Hemmungen, jemanden einzuladen oder überhaupt in die Wohnung zu lassen. Und diese Abschottung bringt dann weitere Probleme. Man isoliert sich vielleicht sogar und findet keinen Kontakt mehr zu anderen Menschen. Aber irgendwann sollte man anfangen. Denn eine schlechte Lebensphase hat vermutlich jeder mal. Man verliert einen Menschen. Oder gar mehrere. Aber man hat keinen zum reden. Man frisst alles in sich rein. So wird man entweder nachlässig oder motivationslos.

Also ist der erste Schritt wohl eher, die eigene Wohnung in Ordnung zu bringen. So weit, dass man wieder Leute in die Wohnung lassen kann. So weit, dass man keine Hummungen haben muss wenn es mal spontan klingelt. So weit, dass es nicht peinlich sein muss. Aber wie?

Manche sagen ja, man sollte mit einer Stelle anfangen. Einen Platz aufräumen und sich dann vorarbeiten. Diese Taktik ist sicher auch nicht schlecht. Aber das Problem ist, der Rest der Wohnung sieht dann immer noch "nicht-vorzeigar" aus, um es mal vorsichtig auszudrücken. Daher halte  ich dieses vorgehen eher für uneffektiv.

1. Besser ist es wohl eher, erst mal den offensichtlichen "Müll" zu entsorgen. Die Wohnung mit einem Sack oder mit Tüten begehen, und alles zu entsorgen, was man eh wegwerfen kann. Davon müssen noch nicht mal Verpackungen oder Ähnliches betroffen sein. Aber man sammelt auch über die Zeit Dinge an, die man vielleicht gar nicht mehr braucht. Gegenstände, die in den Müll können. Denn alles zu horten, ist nicht wirklich sinnvoll.

2. Nachdem der "einfache" Müll weg ist, kann man sich ansehen, was man sonst noch so rumliegen hat. Manches davon kann man vielleicht noch brauchen. Ich sag mal als Beispiel, die Rückseite von Blättern. Vielleicht kann man diese noch nutzen um sie zu beschriften für Notizen. Damit es ordentlich aussieht, könnte man diese Dinge in einen extra Karton legen oder Ähnliches. Wenn man beide Seiten nicht mehr nutzen kann, und man braucht das Schriftstück nicht mehr für die Ablage, ist es ein Fall für die (Papier)Mülltonne. Diese Dinge kann man ebenfalls in einen Karton legen oder Ähnliches. Dann muss man nicht für jeden Papierschnippsel nach draußen rennen zur Mülltonne.

3. Was dann übrig bleibt, kann man erst mal sortieren und "anständig" irgendwo hinlegen. Braucht man Zeitschriften noch oder will man sie noch mal durchsehen? Dann kann man diese auf einen Stapel legen. Vielleicht hat man auch Kosmetikprodukte und Ähnliches. auch dies kann man erst mal anständig irgendwo hinlegen oder hinstellen. Dann kann man diese Dinge noch verwenden wenn es an der Zeit ist. Nach und nach kann man aber auch diese Sachen vielleicht ausmisten und entsorgen, was man entsorgen kann. Hier handelt es sich dann um Gegenstände, die man nicht so einfach wegwerfen kann, weil man sie noch gebrauchen kann. Aber da Punkt 1 und 2 ja schon erledigt sind, steht man hier nicht mehr so unter Druck.

4. Anschließend kann man einige Stellen säubern. Und damit meine ich jetzt nicht so offensichtliche Dinge wie Waschbecken oder Spüle. Wo man sowieso immer zu tun hat, sollte man für Sauberkeit sorgen. Schon der eigenen Gesundheit wegen. Eher die Stellen die bis dahin durch das "Gerümpel" verdeckt waren. Oder wo man nicht ausreichend dran kam, weil dort Dinge lagen oder standen.

5. Der Rest ist dann nur noch "Kleinkram". Vielleicht hat man irgendwo etwas übersehen oder man war "betriebsblind". Man hat es also einfach nicht gesehen weil man den Anblick und den Zustand schon gewohnt war. Aber es sind dann nur noch geringfügige Dinge, die man auch auf die Schnelle mal eben so beheben kann. Man befindet sich also schon in der Situation, was ich als "Normalzustand" bezeichnen würde. Vielleicht kann man dann mit der Zeit auch neue Möbel oder einen neuen Teppich kaufen und legen. Das muss man selber wissen. Aber da es schon anständig aussieht, kann man sich darüber Gedanken machen. Auch die Schränke sind dann dran. Also in Schubladen oder hinter Türen ausmisten. Da hat sich vermutlich auch einiges angesammelt. Aber hier kann man sich schon etwas Zeit mit lassen. Denn man sieht es ja nicht, wenn Besuch kommt.

Mit diesen 5 Schritten sollte man eigentlich schon das Hauptproblem lösen. Es sind "nur" 5 Schritte. Denn ich denke mir mal, das Hauptproblem ist dabei, erst mal die Motivation zu finden. Und wenn man sie hat, wie geht man vor? Sonst steht man vor einem Berg "Arbeit" und bekommt dann doch nichts geregelt. Nach den Punkten 1 und 2 sollte es schon nicht mehr so schlimm sein.

Dabei sollte man aber auch die normale "Arbeit" nicht vernachlässigen. Zum Beispiel die Post, die kommt, um ein simples Beispiel zu nennen. Was nur Werbung ist, die man nicht braucht, kann man sofort dem Altpapier zuführen. Sonst liegt das irgendwo rum und man hat vielleicht wieder das gleiche Problem wie vorher.

Mülltüten und Kartons, die man dem Müll zuführen will, sollte man im Flur "lagern". Denn dann nimmt man immer etwas mit, wenn man sowieso raus geht. So kann man direkt etwas wegwerfen, wenn man sowieso raus geht. Sonst stapelt sich in der Wohnung wieder der Müll. Diesmal nur schön verpackt. :-)
www.puschel-web.de

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