Samstag, 14. Oktober 2017

Wie bin ich nicht mehr traege?

Es läuft im Grunde wieder auf etwas hinaus, was ich hier schon öfter geschrieben habe. Aber offenbar haben viele immer noch ein Problem damit. Entweder weil sie nicht wissen, wie sie es machen sollen. Oder weil sie sich nicht an ihre eigenen Vorgaben halten.

Vielleicht ist man auch Träge, weil man Dinge erlebt hat, die einen runtergezogen hat. Man ist dann in eine Phase gerutscht, wo man vielleicht nie hin wollte. Nämlich dahin, dass man, wo man nicht einfach so wieder raus kommt.


Es gibt ja diese "schlauen Sprüche" von anderen die sagen, "EINFACH MACHEN!". Aber ich denke nicht, dass das wirklich hilft. Da braucht es schon mehr als "einfach machen".

Manche brauchen  zum Beispiel einen Freund an der Seite, der darauf aufpasst, dass man es auch tut. Sie brauchen das Gefühl, dass sie nicht alleine sind. Was aber heute sehr schwer ist. Denn jeder achtet nur auf sich und eine eigenen Probleme. Egal ob groß oder klein.




Und dann hilft man sich am besten, wenn man sich selber darum kümmert. Auch wenn man mal immer  hilfsbereit war und so anderen geholfen hat. Aber wenn man merkt, es kommt nichts Positives zurück, dann lernt man auch, andere besser einzuschätzen.

Man ist sicher nicht aus Langeweile in diese Phase gerutscht. Man ist vielleicht da rein gerutscht, weil man anderen geholfen hat. Was ist die Folge? Am Ende kümmert sich jeder nur noch um sich selber. Auch derjenige, der anderen sonst immer geholfen hat, weil er gemerkt hat, er selber ist alleine obwohl er vielleicht selber Hilfe bräuchte.

Was lehrt uns das? KÜMMERE DICH UM DICH SELBER! Denn wenn du auf Hilfe von anderen hoffst, bist du meist alleine.

Aber wie kann man seine eigenen Dinge selber regeln?


Mache dir einen Plan! Einen Tagesplan. Einen Wochenplan. Was auch immer.  Du musst wissen, was du machst und was zu tun ist. Achte auf deine Aufgaben. Auf das, was erledigt werden muss. Und wann es erledigt sein muss. Dafür machst du dir einen Plan.

Dort kommen die
- täglichen Aufgaben rein. Also was jeden Tag erledigt werden sollte.
- wöchentlichen Aufgaben rein. Was also vielleicht einmal die Woche an einem bestimmten Tag erledigt werden muss.
- monatlichen Aufgaben rein. Die Dinge, die an einem bestimmten Tag einmal im Monat erledigt werden müssen.

Hier muss man auch beachten, man darf sich diesen Plan nicht zu voll packen. Wenn die täglichen Aufgaben zu viel sind, dann lieber 2 Tagespläne machen, die jeweils jeden zweiten Tag angegangen werden. Und so die Aufgaben verteilen.

Man muss dabei beachten, wenn die Aufgaben zu viele sind, hat man vielleicht keine Lust darauf, diese zu erledigen. Eben weil sie zu viel sind.

Wenn zum Beispiel ein Punkt ist, die Wohnung zu entmüllen. Dann macht man auch hier jeden Tag nur ein bisschen. Zum Beispiel täglich die Küche aufräumen. Wobei dort die Dinge gemeint sind, die man täglich braucht. Geschirr, Töpfe, Verpackungen. Wenn man dies täglich aufräumt, ist das schnell erledigt. Innerhalb weniger Minuten. Und dann immer etwas mehr. Hat man vielleicht auf dem Küchentisch viele Hefte liegen?  Baue daraus einen Turm. Also lege die Hefte auf einander. Sie sind zwar immer noch da und müssen aussortiert werden, aber es sieht schon mal ordentlicher aus. Nach und nach kann man dann die Hefte durchsehen, welche man noch braucht, lesen will, oder welche in die Tonne gehören.




Und so geht man in der ganzen Wohnung vor. Immer etwas machen. Und am Ende sieht es überall anständig auf.

Und immer Mülltüten oder andere Behältnisse bereit stellen, um den Müll direkt zu entsorgen. Wie Altpapier. Wenn man dann raus geht zu den Mülltonnen, kann man etwas mitnehmen was voll ist. Und dann stellt man neue Behältnisse bereit für den nächsten Müll.

Also man muss hier nicht alles auf einmal erledigen. Für wen denn? Wenn man alleine lebt, spielt es sowieso keine Rolle. Und wer bisher nicht da war zu Besuch, braucht dann auch nicht zu kommen wenn man noch nicht fertig ist. Denn man macht dies für sich selber. Nicht für andere.

Und mit dieser Anleitung, die man sich selber schreibt, wirkt man auch dem entgegen, dass man selber träge wird oder bleibt. Man darf nur auf keinen Fall zu viel auf einmal machen wollen.

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