Samstag, 1. April 2017

Bei der Finanzplanung Ausgaben auflisten

Nach dem Kassensturz, sollte man wohl mit dem Unangenehmsten anfangen. Alle Ausgaben auflisten. Und damit meine ich wirklich ALLE.
Es geht nicht das man einige Dinge weg lässt damit es besser aussieht. Man muss bedenken, man macht dies nur für sich selber. Nicht für andere. Darum sollte man ehrlich zu sich selber sein. Wenn etwas nicht passt, sollte man dies so schnell wie möglich ändern. Also wenn die Ausgaben z.B. zu hoch sind, müssen diese reduziert werden. Wo man sparen kann, muss dann jeder für sich selber entscheiden.

Der erste Schritt wäre, das alle Ausgaben rund ums Wohnen aufgelistet werden. Die Wohnung gehört zu den elementarsten Dingen die man braucht. Oder möchte jemand auf der Parkbank schlafen? :-)

Miete, Strom, Heizung, Versicherungen, Telefon, Handy, Internet, Kfz-Kosten, öffentliche Verkehrsmittel, Rundfunkgebühren, Raten, - alles was man monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich zahlen muss. Und alles was seltener als monatlich bezahlt wird, sollte man runterrechnen auf einen Monat. Also z.B. die Rundfunkgebühren, die alle 3 Monate bezahlt werden, sollte man umrechnen auf 1 Monat.
Diese runtergerechneten Beträge legt man sich monatlich zurück oder lässt sie einfach auf dem Konto drauf. Natürlich sollte man sich das notieren damit man es nicht irgendwann spontan für andere Dinge ausgibt.




Dann sollte man sich überlegen wieviel Geld man für das direkte Leben braucht. Sprich, Lebensmittel. Hier hilft eine Planung der Speisekarte. Wieviel belegte Brote isst man am Tag? Was isst man zum Mittagessen? Abendessen? Die Kosten dafür zusammenzählen pro Tag und dies hochrechnen auf den Monat.

Was möchte man sich noch gönnen? Einmal im Monat ein nettes Restaurant? Kino? Ein Ausflug? Auch dafür sollte man sich das Geld gezielt reservieren.

Die Aufstellung sollte also ungefähr so aussehen:
Miete 500,- EUR
Strom 60,- EUR
Versicherung 50,- EUR
Telefon 30,- EUR
Handy 20,- EUR
Internet 30,- EUR
Fahrkosten 100,- EUR
Rundfunkgebühren 12,- EUR
Raten 50,- EUR
Nahrung 200,- EUR
Freizeit 50,- EUR
Reserve für Notfälle 50,- EUR

Diese Ausgaben zusammen ergeben in der Summe (hier im Beispiel) 1152,00 EUR

Wenn man ein Einkommen von z.B. 1250,- Euro hat, ist die Differenz  von 98,- EUR
Das bedeutet, monatlich kann man sich mit 98,- EUR noch etwas Nettes gönnen. Aber man sollte auch einen Teil davon auf "Seite" legen. Also sparen. Es gibt die Regel das man 3 Nettolöhne "auf der hohen Kannte" haben soll. In diesem Beispiel wären es also 3 x 1250,- EUR und macht dann 3750,- EUR.
Diesen Betrag sollte man also dann immer auf einem Sparbuch haben, an das man nur "ran geht" wenn es notwendig ist. Z.B. wenn der Fernseher kaputt geht, der Kühlschrank, Waschmaschine oder sonst etwas, was man zum Leben braucht.
Den anderen Teil kann man sich für das Vergnügen zurück legen. Für einen Urlaub z.B.

Es ist also wichtig, das man niemals das ganze Geld im Monat ausgibt um Spaß  zu haben. Wenn man später mal Geld braucht, ist keines da auf das man zurück greifen kann. Dann geht es einem noch schlechter. Das kann nicht Sinn des Lebens sein. :-)